Entwicklung und Herstellung von Strahlstoppern Published by Tenders Electronic Daily

Entwicklung und Herstellung von Strahlstoppern

Application deadline

02.09.2020, 12:00 hour

Procedure

Negotiated procedure (competitive procedure with negotiation)

Order type

Delivery order

Main CPV code
  • Miscellaneous special-purpose machinery
    42990000-2
Language

German

Contracting authority / owner

FAIR – Facility for Antiproton and Ion Research in Europe GmbH
Planckstr. 1
64291 Darmstadt
Germany
Tel.: +49 6159/71-2571
Fax: +49 615971-3983
E-Mail: proekf337@gsi.de
Website: http://www.fair-center.de

assignment

Beschafft werden soll die Entwicklung und Herstellung von Strahlstoppern. Dabei handelt es sich um Vorrichtungen, die in Notfallsituation die Energie des Strahls absorbieren und umleiten. Dies dient dem Schutz der Bereiche hinter und entlang der Strahllinie, um dem Personal in den HE- und LE-Bereichen der Super-FRS Anlage kontrollierten Zugang und sicheres Arbeiten zu ermöglichen. Beschafft werden soll die Entwicklung und Herstellung von Strahlstoppern. Dabei handelt es sich um Vorrichtungen, die in Notfallsituation die Energie des Strahls absorbieren und umleiten. Dies dient dem Schutz der Bereiche hinter und entlang der Strahllinie, um dem Personal in den HE- und LE-Bereichen... Show more

Description of procurement /scope of services

Die Super-FRS-Strahlstopper sind mechanische Sicherheitsvorrichtungen zum Schutz des Personals, das in den Bereichen der Anlage mit hoher (NE55) und niedriger (NE57) Energie arbeitet. Hierzu wird der Strahl der vorgeschalteten Super-FRS- Strahlline abgefangen oder umgeleitet.Die Vorrichtung wird durch pneumatische Antriebe in ihre beiden Positionen bewegt: „in“ und „out“. Dies geschieht innerhalb der Strahlführung zum Schutz des dahinter befindlichen Personals (Strahlabwärts), wenn der Kernblock in der Mitte der Strahlführung positioniert wird („In“-Position). Der Block wird nach außen bewegt („out“-Position), damit der Strahl stromabwärts zu weiteren Experimenten geleitet werden kann. Der Status der Strahlstopper wird durch das „Personnel Access System“ (PAS) kontrolliert und ausgelesen.Ein Strahlstopper-Antrieb wird in der Vakuumkammer der Hochenergieverzweigung (HEB) des Super-FRS montiert, die andere Vorrichtung wird im Vakuum im Abschnitt der Niedrigenergieverzweigung (LEB) in einer Vakuumkammer installiert.Der Block, der den Kern der Vorrichtung bildet, ist so ausgelegt, dass er eine bestimmte Menge an Energie der einfallenden Teilchen absorbiert und aushält, während er den Strahl in einem Notfall stoppt oder zumindest zerstreut.Während des normalen Betriebs des Super-FRS werden die Strahlstopper nicht vom Strahl getroffen, so dass kein Kühlsystem erforderlich ist.Das mechanische und technische Design der Strahlstopper wird durch die Strahlparameter wie Strahlenergie und Intensität definiert. Der Umfang dieser Ausschreibung umfasst das detaillierte technische Design, die Prozesse der Konstruktion, Fertigung und Lieferung der beiden Vorrichtungen. Beide Systeme umfassen die folgenden Punkte:1. Block,2. Pneumatischer Antrieb (einschließlich Stellantrieb, Ventile, Schalter, Druckluftanschluss),3. Anschlussflansch und Durchleitungen,4. Faltenbalg,5. Verkabelung (einschließlich lokaler Schaltkästen/Kontrollkästen),6. SPS-Einheit (einschließlich CPU- und E/A-Module und deren Programmierung),7. Technische Unterstützung für die Montage/Demontage,8. Ersatzteile. Die Super-FRS-Strahlstopper sind mechanische Sicherheitsvorrichtungen zum Schutz des Personals, das in den Bereichen der Anlage mit hoher (NE55) und niedriger (NE57) Energie arbeitet. Hierzu wird der Strahl der vorgeschalteten Super-FRS- Strahlline abgefangen oder umgeleitet.Die Vorrichtung wird durch... Show more

Others CPV Codes
  • Parts of engines or motors
    42124100-5
Project adress

Region (NUTS code): DE711 Darmstadt, Kreisfreie Stadt
FAIR – Facility for Antiproton and Ion Research in Europe GmbH Planckstr. 1 64291 Darmstadt

Deutschland-Darmstadt: Diverse Maschinen und Geräte für besondere Zwecke

2020/S 146-358621

Auftragsbekanntmachung

Lieferauftrag

Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: FAIR – Facility for Antiproton and Ion Research in Europe GmbH
Postanschrift: Planckstr. 1
Ort: Darmstadt
NUTS-Code: DE711 Darmstadt, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 64291
Land: Deutschland
E-Mail: proekf337@gsi.de
Telefon: +49 6159/71-2571
Fax: +49 615971-3983

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: http://www.fair-center.de

I.2)Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXS0YYEYRHM/documents
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXS0YYEYRHM
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Andere: Großforschungseinrichtung
I.5)Haupttätigkeit(en)
Andere Tätigkeit: Forschung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Entwicklung und Herstellung von Strahlstoppern

Referenznummer der Bekanntmachung: 337/ 50070989
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
42990000 Diverse Maschinen und Geräte für besondere Zwecke
II.1.3)Art des Auftrags
Lieferauftrag
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Beschafft werden soll die Entwicklung und Herstellung von Strahlstoppern. Dabei handelt es sich um Vorrichtungen, die in Notfallsituation die Energie des Strahls absorbieren und umleiten. Dies dient dem Schutz der Bereiche hinter und entlang der Strahllinie, um dem Personal in den HE- und LE-Bereichen der Super-FRS Anlage kontrollierten Zugang und sicheres Arbeiten zu ermöglichen.

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
42124100 Teile für Maschinen oder Motoren
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE711 Darmstadt, Kreisfreie Stadt
Hauptort der Ausführung:

FAIR – Facility for Antiproton and Ion Research in Europe GmbH

Planckstr. 1

64291 Darmstadt

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Die Super-FRS-Strahlstopper sind mechanische Sicherheitsvorrichtungen zum Schutz des Personals, das in den Bereichen der Anlage mit hoher (NE55) und niedriger (NE57) Energie arbeitet. Hierzu wird der Strahl der vorgeschalteten Super-FRS- Strahlline abgefangen oder umgeleitet.

Die Vorrichtung wird durch pneumatische Antriebe in ihre beiden Positionen bewegt: „in“ und „out“. Dies geschieht innerhalb der Strahlführung zum Schutz des dahinter befindlichen Personals (Strahlabwärts), wenn der Kernblock in der Mitte der Strahlführung positioniert wird („In“-Position). Der Block wird nach außen bewegt („out“-Position), damit der Strahl stromabwärts zu weiteren Experimenten geleitet werden kann. Der Status der Strahlstopper wird durch das „Personnel Access System“ (PAS) kontrolliert und ausgelesen.

Ein Strahlstopper-Antrieb wird in der Vakuumkammer der Hochenergieverzweigung (HEB) des Super-FRS montiert, die andere Vorrichtung wird im Vakuum im Abschnitt der Niedrigenergieverzweigung (LEB) in einer Vakuumkammer installiert.

Der Block, der den Kern der Vorrichtung bildet, ist so ausgelegt, dass er eine bestimmte Menge an Energie der einfallenden Teilchen absorbiert und aushält, während er den Strahl in einem Notfall stoppt oder zumindest zerstreut.

Während des normalen Betriebs des Super-FRS werden die Strahlstopper nicht vom Strahl getroffen, so dass kein Kühlsystem erforderlich ist.

Das mechanische und technische Design der Strahlstopper wird durch die Strahlparameter wie Strahlenergie und Intensität definiert. Der Umfang dieser Ausschreibung umfasst das detaillierte technische Design, die Prozesse der Konstruktion, Fertigung und Lieferung der beiden Vorrichtungen. Beide Systeme umfassen die folgenden Punkte:

1. Block,

2. Pneumatischer Antrieb (einschließlich Stellantrieb, Ventile, Schalter, Druckluftanschluss),

3. Anschlussflansch und Durchleitungen,

4. Faltenbalg,

5. Verkabelung (einschließlich lokaler Schaltkästen/Kontrollkästen),

6. SPS-Einheit (einschließlich CPU- und E/A-Module und deren Programmierung),

7. Technische Unterstützung für die Montage/Demontage,

8. Ersatzteile.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind nur in den Beschaffungsunterlagen aufgeführt
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Ende: 31/03/2023
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.2.9)Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.12)Angaben zu elektronischen Katalogen
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

Einzureichende Unterlagen:

— Eigenerklärung zur Eignung nach §§ 123, 124 GWB (mit dem Teilnahmeantrag/Angebot mittels Eigenerklärung vorzulegen): Eigenerklärung, dass die Kenntnis nach §§ 123, 124 GWB unrichtig ist und die dort genannten Fälle nicht vorliegen – GSI Formblatt;

— Unternehmensdarstellung (mit dem Teilnahmeantrag/Angebot mittels Eigenerklärung vorzulegen): mit Angabe der auf dem GSI Formblatt abgefragten Daten, wie z.B. Anzahl der Mitarbeiter in den letzten 3 Jahren, etc.

Hinweis:

Wird eines der geforderten Formblätter nicht form- bzw. fristgerecht eingereicht, kann dies zum Ausschluss des Teilnahmeantrages/Angebots führen.

Fehlende oder unvollständige Dokumente können durch die Vergabestelle nachgefordert werden; die Bewerber/Bieter können sich aber nicht darauf verlassen, dass eine Nachforderung erfolgt.

Am Ende fehlende Nachweise führen zum Ausschluss.

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Einzureichende Unterlagen:

— Angaben zu Gesamtumsatz und auftragsbezogenem Umsatz (mit dem Angebot mittels Eigenerklärung vorzulegen): Erklärung über den Gesamtumsatz des Unternehmens sowie den Umsatz bezüglich der besonderen Leistungsart, die Gegenstand der Vergabe ist, jeweils bezogen auf die letzten 3 Geschäftsjahre – auf dem GSI Formblatt Unternehmensdarstellung mit Angabe der abgefragten Daten, wie z.B. Anzahl der Mitarbeiter in den letzten 3 Jahren, etc;

— Nachweis einer Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherung (mit dem Angebot mittels Eigenerklärung vorzulegen): Angabe des Versicherungsunternehmens und der Deckungssumme auf dem GSI Formblatt

Hinweis:

Wird eines der geforderten Formblätter nicht form- bzw. fristgerecht eingereicht, kann dies zum Ausschluss des Angebots führen.

Fehlende oder unvollständige Dokumente können durch die Vergabestelle nachgefordert werden; die Bewerber/Bieter können sich aber nicht darauf verlassen, dass eine Nachforderung erfolgt.

Am Ende fehlende Nachweise führen zum Ausschluss.

Wir behalten uns vor, zum Zwecke einer Kreditprüfung, Bonitätsdaten einzuholen.

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Einzureichende Unterlagen:

— Beschreibung von Referenzprojekten (mit dem Angebot mittels Eigenerklärung vorzulegen): Beschreibung von 3 vergleichbaren Referenzprojekten, mit Angabe der auf dem Formblatt abgefragten Projektdaten.

Wird eines der geforderten Formblätter nicht form- bzw. fristgerecht eingereicht, kann dies zum Ausschluss des Teilnahmeantrages/Angebots führen.

Fehlende oder unvollständige Dokumente können durch die Vergabestelle nachgefordert werden; die Bewerber/Bieter können sich aber nicht darauf verlassen, dass eine Nachforderung erfolgt.

Am Ende fehlende Nachweise führen zum Ausschluss

Alle vorgesehenen Nachunternehmer sind mit Angebotsabgabe zu benennen. Jeder vorgesehene Nachunternehmer muss mit Angebotsabgabe dieselben Eignungsnachweise wie der Hauptunternehmer einreichen.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Angabe von mindestens 2 Referenzprojekten

III.1.5)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen
III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:
III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.4)Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
IV.1.5)Angaben zur Verhandlung
Der öffentliche Auftraggeber behält sich das Recht vor, den Auftrag auf der Grundlage der ursprünglichen Angebote zu vergeben, ohne Verhandlungen durchzuführen
IV.1.6)Angaben zur elektronischen Auktion
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 02/09/2020
Ortszeit: 12:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
Tag: 04/09/2020
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
IV.2.7)Bedingungen für die Öffnung der Angebote

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
Aufträge werden elektronisch erteilt
Die elektronische Rechnungsstellung wird akzeptiert
VI.3)Zusätzliche Angaben:

Die Vergabeunterlagen werden elektronisch auf www.dtvp.de bereitgestellt und können dort nach einer kostenlosen Registrierung heruntergeladen werden.

Die Vergabestelle akzeptiert folgende Arten der Angebotsabgabe:

— Elektronisch in Textform

Zu beachten ist, dass die Textform des § 126 b BGB im Vergaberecht nur eingehalten ist, wenn die Teilnahmeanträge/ Angebote verschlüsselt übermittelt werden. Eine E-Mail genügt nicht! Bitte beachten Sie dazu die Hinweise in der Datei „Bietertool_Anleitung_DE.pdf“ in den Vergabeunterlagen!

Bei fehlerhaften / unvollständigen Angaben, welche die Textform gem. § 126 b BGB verletzen, werden die Angebote ausgeschlossen.

Bitte beachten Sie die Anlage GSI_Anlage Rechtsbehelfsbelehrung.docx mit dem Titel

„Rechtsbehelfsbelehrung zu Bekanntmachung Punkt VI.4.3) Einlegung von Rechtsbehelfen“, die den Vergabeunterlagen beiliegt.

Die Vergabeunterlagen werden elektronisch auf www.dtvp.de bereitgestellt und können dort nach einer kostenlosen Registrierung heruntergeladen werden.

Wir weisen darauf hin, dass bei etwaigen parallelen Teilnahmeanträgen bzw. Angeboten von verbundenen Unternehmen auf die Einhaltung der Grundsätze des Geheimwettbewerbs zu achten ist; spätestens auf Nachfrage durch die Vergabestelle ist nachzuweisen, dass eine strikte Trennung in personeller, organisatorischer und struktureller Hinsicht bei der Erstellung der Teilnahmeantrags- und Angebotsunterlagen gewährleistet gewesen ist (vgl. z.B. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 13.04.2011 VII-Verg 4/11; VK Münster, Beschluss vom 22.04.2015 – VK 1-12/15).

Die zuständige Nachprüfungsbehörde ist die

Vergabekammer des Bundes

Villemombler Straße 76

53123 Bonn

Tel.: 0228 9499-0

Fax: 0228 9499-163

E-Mail: vk@bundeskartellamt.bund.de

Internet: http://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Kontaktdaten/DE/Vergabekammern.html

Der Bewerber /Bieter wird aufgefordert, die Teile seines Teilnahmeantrags (und später ggf. seines Angebots), die ein Betriebs- oder Geschäftsgeheimnis beinhalten, deutlich zu kennzeichnen. Geschieht dies nicht, kann die Vergabekammer im Falle eines Nachprüfungsverfahrens gegebenenfalls von einer Zustimmung auf Einsicht in seine Unterlagen ausgehen (§165 Abs. 3 GWB). Die FAIR ist als Vergabestelle bei der Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens dazu verpflichtet, die Vergabeakten der Vergabekammer sofort zur Verfügung zu stellen (§ 163 Abs. 2 Satz 3 GWB).

Bewerber / Bieter haben einen Anspruch auf Einhaltung der bieterschützenden Bestimmungen über das Vergabeverfahren gegenüber dem Auftraggeber (§ 97 Abs. 6 GWB). Sieht sich ein am Auftrag interessierter Bewerber / Bieter durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften in seinen Rechten verletzt, ist der Verstoß innerhalb von 10 Kalendertagen bei der FAIR zu rügen (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 GWB).

Verstöße, die aufgrund der Bekanntmachung oder der Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen spätestens bis zu der in der Bekanntmachung genannten Frist zur Abgabe der Bewerbungen (bzw. Angebote) gegenüber der FAIR geltend gemacht werden (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 – 3 GWB).

Teilt die FAIR dem Bewerber / Bieter mit, seiner Rüge nicht abhelfen zu wollen so besteht die Möglichkeit, innerhalb von 15 Tagen nach Eingang der Mitteilung einen Antrag auf Nachprüfung bei der o.g. Vergabekammer zu stellen (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB).

Bieter, deren Angebote für den Zuschlag nicht berücksichtigt werden sollen, werden vor dem Zuschlag gemäß § 134 GWB darüber informiert. Ein Vertrag darf erst 15 Kalendertrage nach Absendung dieser Information durch die FAIR geschlossen werden. Bei Übermittlung per Fax oder auf elektronischem Wege beträgt diese Frist 10 Kalendertage. Sie beginnt am Tag nach Absendung der Information durch die FAIR. Nach Ablauf dieser Frist ist ein Zuschlag möglich, auch wenn eine Frist nach § 160 Abs. 3 GWB noch nicht verstrichen sein sollte. Ein Nachprüfungsantrag müsste daher zur Verhinderung eines Zuschlags vor Ablauf der Frist nach § 134 GWB der FAIR durch die Vergabekammer zugestellt worden sein.

Die Unwirksamkeit einer Beauftragung kann gemäß § 135 Abs. 1 und 2 GWB nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen ab Information über den Vertragsabschluss, jedoch nicht später als sechs Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Vergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Vergabe im Amtsblatt der Europäischen Union.

Die Bewerber werden auf den rechtlichen Bedeutungsgehalt des § 160 Abs. 3 GWB hingewiesen, Abs. 3 GWB, insbesondere dessen Nr. 4:

(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein.

(2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.

(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit

1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,

2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.

Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.

Bekanntmachungs-ID: CXS0YYEYRHM.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: FAIR – Facility for Antiproton and Ion Research in Europe GmbH
Postanschrift: Planckstr. 1
Ort: Darmstadt
Postleitzahl: 64291
Land: Deutschland

Internet-Adresse: http://www.fair-center.de

VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer des Bundes
Postanschrift: Villemomblerstr. 76
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Verstöße, die aufgrund der Bekanntmachung oder der Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen spätestens bis zu der in der Bekanntmachung genannten Frist zur Abgabe der Bewerbungen (bzw. Angebote) gegenüber der FAIR/GSI geltend gemacht werden (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2-3 GWB).

Teilt die FAIR/GSI dem Bewerber / Bieter mit, seiner Rüge nicht abhelfen zu wollen so besteht die Möglichkeit, innerhalb von 15 Tagen nach Eingang der Mitteilung einen Antrag auf Nachprüfung bei der o.g. Vergabekammer zu stellen (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB).

Bitte beachten Sie hierzu die Anlage FAIR_GSI_Anlage Rechtsbehelfsbelehrung.docx mit dem Titel „Rechtsbehelfsbelehrung zu Bekanntmachung Punkt VI.4.3) Einlegung von Rechtsbehelfen“, die den Vergabeunterlagen beiliegt.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
28/07/2020